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Dr. med. Thomas Eberle

Dr. med. Thomas Eberle

Chefarzt Anästhesiologie/Intensivmedizin

Tel. 034903/ 49-500

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Unser Leistungsspektrum

Narkosetechniken

Aufgabe der Anästhesie ist es für die größtmögliche Sicherheit während des operativen Eingriffes zu sorgen. 

Die Patienten sollen ausreichend tief schlafen, keine Schmerzen empfinden und nach Beendigung des Eingriffes rasch wieder erwachen.

Operative Eingriffe am Herzen werden in Vollnarkose durchgeführt.

Die Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) wird durch die Verabreicheung eines Schlafmittels in Kombination mit einem starken Schmerzmittel und einem muskelrelaxierenden Medikament  eingeleitet. Anschließend erfolgt die kontinuierliche intravenöse Gabe über eine Spritzenpumpe. Zusätzlich kann ein Narkosegas benutzt werden, welches die Herzmuskelzellen besonders schützen soll (kardioprotektive Eigenschaft).

Da im Zustand des künstlich herbeigeführten Tiefschlafs auch der Atemantrieb aussetzt, muss der Patient künstlich beatmet werden. Bei sehr kurzen Eingriffen ist es in der Regel ausreichend, wenn der Anästhesist den Patienten mit einer Maske beatmet. Bei längeren Eingriffen wie einer Herzoperation wird ein Beatmungsschlauch in die Luftröhre eingeführt (Intubation). Sollte die konventionelle Intubation sich als schwierig erweisen stehen uns verschieden Methoden zur Verfügung, um einen sicheren Atemwegszugang zu erreichen (z.b. fiberoptische Intubation, Fast-Trach-Maske, Videolaryngoskopie)

Fast-Track-Konzept

Der Einsatz moderner kurzwirksamer Medikamente ermöglicht die rasche Beendigung der Narkose. Minimal-invasive chirurgische Techniken (z.B. der Einsatz minimierter Herz-Lungen-Maschinen, die Bypass-OP am schlagenden Herzen oder die minimal-invasive Mitralklappenrekonstruktion) führen dazu, dass Patienten nach Herzoperationen.häufig keine oder nur eine geringe medikamentöse Kreislaufunterstützung benötigen, die Gabe von Blutprodukten reduziert werden kann und die Funktion lebenswichtiger Organe wie Lunge, Niere oder Leber stabil erhalten bleibt.

Ziel ist eine frühzeitige Extubation (Entfernung des Beatmungsschlauchs). Für den spontan atmenden Patienten wird dann eine baldige Mobilisierung und Verlegung auf die Normalstation angestrebt.

Monitoring

Bei Eingriffen am Herzen ist die kontinuierliche Überwachung der Vitalfunktionen für die Sicherheit der Patienten von besonderer Bedeutung.
Zur Überwachung stehen uns verschiedene Monitoringverfahren zur Verfügung.

Hämodynamisches Monitoring

  • direkte arterielle Blutdruckmessung
  • Zentraler Venenkatheter (Messung des zentralen Venendrucks und der zentralvenösen Sauerstoffsättigung)
  • Pulmonaliskatheter oder Swan-Ganz-Katheter (Messung der Drücke im Lungenkreislauf und im linken Vorhof, Bestimmung des Herzminutenvolumens, der Widerstände und der gemischt-venösen Sauerstoffsättigung)
  • PICCO (z.B. Messung des Herzminutenvolumens und des extravaskulären Lungenwassers)
  • NICO (z.B. Messung des Herzminutenvolumens)

Neuromonitoring

  • EEG-gestützte Verfahren zur Narkosetiefemessung
  • nicht-invasive Messung der cerebralen Oxigenierung (INVOS)

Herzultraschall während der Operation / Perioperative Echokardiographie

Die Entwicklung auf dem Gebiet der Echokardiographie in den letzten Jahren hat die präzise Beurteilung der Herzfunktion und der Herzklappen vereinfacht. Darum ist die transoesophageale Echokardiographie  (Schluckecho) über eine unter Narkose in die Speiseröhre eingelegte Ultraschallsonde für den in der Herzchirurgie tätigen Anästhesist zum unverzichtbaren diagnostischen Verfahren geworden. Sie ermöglicht nicht nur die Beurteilung der Herzfunktion und der Herzklappen, sondern spielt unmittelbar vor der Operation eine wichtige Rolle bei der chirurgischen Planung des durchzuführenden Eingriffes. Außerdem erlaubt sie noch im Operationssaal die unmittelbare Erfolgs-, und Qualitätskontrolle bei rekonstruktiven Herzklappeneingriffen bzw. beim Herzklappenersatz.

In unserer Anästhesieabteilung gehört diese Methode bei allen Patienten mit Herzklappenerkrankungen und / oder mit reduzierter Herzleistung zum Standard während der Operation. Es werden in unserem Herzzentrum jährlich ca. 500 perioperative echokardiographische Untersuchungen durchgeführt. Um die nötige echokardiographische Kompetenz im perioperativen Bereich garantieren zu können, werden diese Untersuchungen vom durch Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin zertifizierten Personal bzw. unter deren Aufsicht durchgeführt

Intensivtherapie

Bei Notfallpatienten oder Patienten mit schwerwiegenden Vorerkrankungen und schwierigem operativen Eingriff kann eine längere intensivmedizinische Betreuung notwendig sein.

Unsere interdisziplinäre Intensivtherapiestation verfügt über moderne Beatmungstechniken, die uns eine invasive und nicht-invasive Beatmung unserer Patienten auf 16 Betten ermöglicht.

Die bettseitige Dilatationstracheotomie ist ein Routineverfahren, um ein schwieriges Abtrainieren der Patienten vom Beatmungsgerät zu erleichtern bzw. zu beschleunigen.

Die kontinuierliche Nierenersatztherapie ist ebenfalls ein Standardverfahren.

Verfahren zur Unterstützung der Herzfunktion, differenzierte Ernährungsstrategien oder die Teilnahme am KISS (Überwachungssystem bezüglich Infektionen im Krankenhaus) sind ebenfalls etabliert.

Die Qualität der ärztlichen Versorgung und die medizintechnische Ausstattung ist die Basis der Intensivtherapie.  

Von größter Bedeutung ist aber auch die hervorragende Pflege und medizinische Versorgung der Patienten durch unser speziell geschultes Pflegepersonal sowie die physiotherapeutische Betreuung der Patienten.

Da die menschliche Zuwendung gerade auf einer Intensivstation so wichtig ist, werden zusätzlich zur seelsorgerischen Betreuung „grüne Damen und Herren“ auf freiwilliger Basis eingesetzt, die, wenn gewünscht, Zeit finden für ein Gespräch oder einfach nur für die Patienten da sind.